Auch wenn wir gegen Wegberg-Beeck zwei wichtige Punkte haben liegen lassen, können wir nach acht Spielen feststellen: Diese Saison macht Spaß!
Wie in Aachen lief die erste Halbzeit zwar an beiden Teams mehr oder weniger vorbei, dafür waren es erneut die zweiten 45 Minuten, die für eine aufgeheizte Stimmung sorgten: Kaum schoss Huke das 2:1 und versetzte das weite Rund in Feierstimmung, flog er auch schon vom Platz.
Zu diesem Zeitpunkt zeigte der Schiedsrichter Schmitz das erste Mal, dass er mit dem Spiel überfordert war. Einem Spieler, der zum Jubeln Richtung Fans läuft, ohne sein Trikot auszuziehen und ohne auf die Bande zu springen, gelb zu geben, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Dass Huke kurze Zeit später an der Mittellinie einen Gegenspieler von den Beinen holt, war allerdings auch nicht die intelligenteste aller Lösungen.
Im Folgenden verteilte er an Nowak eine gelbe Karte, weil dieser sich lauthals darüber beschwerte, dass ihn ein Beecker (oder wie auch immer man die nennt) beinahe spielunfähig getreten hätte. Dass dieser auch nur gelb bekam, versteht sich von selbst. Aber solange die winselnden Gegner die Hälfte der letzten Viertelstunde liegend am Boden verbringen konnten, ist ja alles gut… Nachspielzeit gab es natürlich auch nicht. Warum auch.
Die Stimmung im Block war dementsprechend emotional, selten war gen Ende des Spiels die Mitmachquote auf der gesamten Tribüne dermaßen hoch. Kurz vor Ende des Spiels gab es noch einen kurzen Disput mit dem Co-Trainer von Wegberg, der durch seine Provokationen ganz schön am Ohrfeigenbaum geschüttelt hat. Ist aber nicht dazu gekommen – wir benehmen uns ja.
Über das Spiel werden wir – und das ist das erfreuliche – vermutlich ein paar Tage länger reden als über die ganzen Gruselkicks der letzten beiden Spielzeiten. Endlich passiert in Siegen wieder regelmäßig was. Dazu eine Mannschaft, die auch in Unterzahl auf den Sieg drängt. Chapeau, wir sind auf einem guten Weg.
























