Archiv für September 2010

SF Siegen – FC Wegberg-Beeck

Auch wenn wir gegen Wegberg-Beeck zwei wichtige Punkte haben liegen lassen, können wir nach acht Spielen feststellen: Diese Saison macht Spaß!

Wie in Aachen lief die erste Halbzeit zwar an beiden Teams mehr oder weniger vorbei, dafür waren es erneut die zweiten 45 Minuten, die für eine aufgeheizte Stimmung sorgten: Kaum schoss Huke das 2:1 und versetzte das weite Rund in Feierstimmung, flog er auch schon vom Platz.

Zu diesem Zeitpunkt zeigte der Schiedsrichter Schmitz das erste Mal, dass er mit dem Spiel überfordert war. Einem Spieler, der zum Jubeln Richtung Fans läuft, ohne sein Trikot auszuziehen und ohne auf die Bande zu springen, gelb zu geben, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Dass Huke kurze Zeit später an der Mittellinie einen Gegenspieler von den Beinen holt, war allerdings auch nicht die intelligenteste aller Lösungen.

Im Folgenden verteilte er an Nowak eine gelbe Karte, weil dieser sich lauthals darüber beschwerte, dass ihn ein Beecker (oder wie auch immer man die nennt) beinahe spielunfähig getreten hätte. Dass dieser auch nur gelb bekam, versteht sich von selbst. Aber solange die winselnden Gegner die Hälfte der letzten Viertelstunde liegend am Boden verbringen konnten, ist ja alles gut… Nachspielzeit gab es natürlich auch nicht. Warum auch.

Die Stimmung im Block war dementsprechend emotional, selten war gen Ende des Spiels die Mitmachquote auf der gesamten Tribüne dermaßen hoch. Kurz vor Ende des Spiels gab es noch einen kurzen Disput mit dem Co-Trainer von Wegberg, der durch seine Provokationen ganz schön am Ohrfeigenbaum geschüttelt hat. Ist aber nicht dazu gekommen – wir benehmen uns ja.

Über das Spiel werden wir – und das ist das erfreuliche – vermutlich ein paar Tage länger reden als über die ganzen Gruselkicks der letzten beiden Spielzeiten. Endlich passiert in Siegen wieder regelmäßig was. Dazu eine Mannschaft, die auch in Unterzahl auf den Sieg drängt. Chapeau, wir sind auf einem guten Weg.

Alemannia Aachen 2 – SF Siegen

Endlich der erste Auswärtssieg! Nach der erschreckend schwachen Vorstellung in Bonn gegen Windeck hat unser Team Wiedergutmachung betrieben und vom alten Tivoli verdient drei Punkte entführt. Nach einer zerfahrenen ersten Halbzeit dominierte das Team in Rot das Geschehen und hätte – wie schon gegen Erkenschwick – höher gewinnen können.

Nun müssen wir gegen Wegberg-Beeck kommenden Sonntag nachlegen, um Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen zu halten. Es wäre das erste Mal diese Saison, dass wir zwei Spiele in Folge gewinnen und eminent wichtig, um unseren Ansprüchen auf einen Platz im oberen Drittel des oberen Tabellendrittels gerecht zu werden.

Auch wenn es keiner offensiv ausspricht und wir nach den letzten Jahren sicherlich gut beraten sind, die Bälle flach zu halten, kann unser Ziel nur sein, die Liga zu wechseln. Dass die Mannschaftszusammenstellung in der NRW-Liga aktuell attraktiver ist als in der Regio West ist nur eine Momentaufnahme. Geht eine Zweite in die 3. Liga und steigen drei Zweite in die NRW-Liga ab, sieht es schon wieder ganz anders aus.

Zum Spiel nach Aachen reisten rund 80-90 Siegener; für ein Mittwochabendspiel unter der Woche (bei den bisherigen Auswärtsleistungen) durchaus passabel. Da zu Beginn des Spiel allerdings aufgrund von Schule, Studium und Arbeit nur wenig Szene vor Ort war, entschieden wir uns, erst zur zweiten Halbzeit zu supporten, als zwei weitere Autobesatzungen im Stadion waren.

Unsere SV’ler erlebten – sehr kulanten Ordnungskräften zum Dank – einen angenehmen Abend, da sie das Spiel hinter den Zäunen verfolgen durften. Dadurch ergab sich die Chance, gemeinsam mit unseren Freunden unsere Mannschaft zu unterstützen, weshalb wir uns in den linken oberen Bereich des Blocks, direkt vor sie, stellten.

Der Support in der zweiten Halbzeit war – ähnlich wie in Bonn und gegen Duisburg – sehr gut. Gerade die Tatsache, dass wir vereint mit den SV’lern waren, steigerte die Motivation noch einmal um 100 Prozent. Das Führungstor kurz nach der Halbzeit und eine couragierte Siegener Mannschaft taten ihr Übriges dazu.

Die Karlsbande war zwar im Stadion, sang allerdings nicht. Abgesehen von ein paar lächerlichen Aktionen kam nichts.

Germania Windeck – SF Siegen

Die Aufstiegsplätze dicht vor Augen reisten wir nicht ohne eine gewisse Erwartungshaltung nach Bonn. Bonn? Ja, im dritten Jahr NRW-Liga spielen wir im dritten Stadion auswärts gegen Dattenfeld. Nach Siegburg und Köln sollte es nun also wieder in den Sportpark Nord gehen, an den wir alles andere als gute Erinnerungen haben: Unser Gastspiel beim Bonner SC endete seinerzeit in einem 0:4-Debakel.

Gegen Windeck – um wieder zur aktuellen Saison zu kommen – hätte es genauso schlimm kommen können. Ist es aber nicht. Unser Glück war, dass Germania anscheinend wenig daran gelegen war, uns aus dem Stadion zu schießen. So verloren wir am Ende nur 0:2, waren aber in allen Belangen so dermaßen unterlegen, dass einem die letzte und die vorletzte und die Saison davor (und so weiter…) wieder hochkamen.

Unser Trainer Rudy Andrzej ließ erneut rotieren, was zur Folge hatte, dass die Mannschaft, die Erkenschwick überragend an die Wand spielte, ein völlig neues (desaströses) Gesicht bekam und nie ins Spiel fand. Hergeschenkte Punkte per excellence.

Da Rudy nicht nach Ausreden suchte („Die Fans sind Schuld“, gell Zylka?), sondern die Niederlage mit auf seine Kappe nahm, haken wir das Spiel einfach ab. In der Vergangenheit sind Rudys Spielchen häufig aufgegangen. Manchmal geht’s nun mal schief. Dass die Mannschaft nach dem Spiel allerdings ohne Blick zum Block in die Kabine verschwand, ist eine andere Geschichte und passt überhaupt nicht zu den Ankündigungen vor der Saison.

Der Support – unterstützt von über einem Dutzend Koblenzer – war das Spiel über sehr gut. Besonders die ersten zehn Minuten haben richtig geknallt, aber auch danach konnten wir durchgehend eine überzeugende Lautstärke erreichen. Es geht also auch, wenn die Mannschaft nicht so stark spielt wie gegen Duisburg.

Am Ende waren von den knapp 600 Zuschauern mehr als die Hälfte aus Siegen. Dass unser Team gerne vor vollen Rängen enttäuscht, dürfte mittlerweile als Tradition durchgehen. Dennoch hoffen wir für das Spiel in Aachen auf knapp 100 Siegener.

Für unsere SV’ler war das Spiel in Bonn ähnlich angenehmen wie das in Essen (mal von den Ergebnissen abgesehen…). Kein Ärger mit Team Green, entspannte Ordner und ein Blick auf’s Spielfeld. Kompliment an die Organisatoren, so macht das Spaß!

Also auf nach Aachen! Sechs Punkte aus den nächsten beiden Spielen und wir greifen wieder an!

SF Siegen – SpVg Erkenschwick

Absolute spielerische Überlegenheit bescherte uns den dritten Heimsieg in Folge. Sportlich gesehen blicken wir wirklich positiv in die Saison, gerade auch weil die Art und Weise, wie im Siegerland wieder Fußball gespielt wird, einen wieder mit Freude ins Stadion gehen lässt. Diese Freude war in der Vergangenheit doch des Öfteren verloren gegangen.

Die Unterstützung war heute nicht überragend, aber mit einigen Höhen, auf denen wir beständig aufbauen müssen. Einen schönen Gruß und Dank an Koblenz, die mit drei Autos anwesend waren!

Nur unsere SV`ler wurden mal wieder von Team Green – und heute konnte man von einem Team sprechen, da sie gut kompakt mit Schutzhelmen die Waldtribüne durchforschten und am Ende doch die Gewalttäter hinten links beim dritten Baum fanden. Wie immer haben die SV’ler in einem ruhigen Ton versucht, den Herrschaften zu erläutern, dass der kommende Platzverweis kaum rechtsmäßig sein werde. Zwecklos, versteht sich.

Wir werden sehen, wie sich diese Situation noch weiter entwickeln wird, wir werden bestimmt nicht aufgeben!

VFB Hüls – SF Siegen

Spielbericht VFB Hüls

Mit dem Spiel am Badeweiher sind wir an den Anfang unserer Rettung im letzten Jahr zurückgekehrt. Vor der Partie haben wir oft an das letzte Aufeinandertreffen, es war ein Mittwochabend, gedacht: Wir waren mit PKWs angereist, um das Debüt von unserem neuen Trainer, Andrzej Rudy, mitzuverfolgen und zu sehen, dass er uns die Hoffnung auf bessere Zeiten wieder gab. Der 1:0-Sieg in Hüls war damals der erste dreifache Punktgewinn seit einem halben Jahr.

Dieses Jahr sah die Sache deutlich positiver aus, sechs Punkte aus drei Spielen bedeuteten einen gelungenen Saisonstart. Dazu das Duell gegen eben jene Hülser, die alle bisherigen zehn Spiele gegen uns verloren hatten. So reisten wir mit einem vollen Bus und mehreren PKWs an, um die drei Punkte einzusammeln.

Dass sich die rund 150 Sportfreunde-Fans am Ende mit einem begnügen mussten, lag zum einen am Schiedsrichter, der einen sehr fragwürdigen Elfmeter gegen uns pfiff (O-Ton Rudy: „Dem Schiri hat nur das Hülser Trikot gefehlt“) und zum anderen an der schlechten Chancenverwertung unsererseits. Kampf und Wille hingegen stimmten, unsere Jungs fighteten bis zur letzten Sekunde ­– auch wenn ihnen der erlösende Siegtreffer nicht vergönnt war.

Uns bleibt nur weiter von Spiel zu Spiel zu schauen. Die Spielweise der Mannschaft, wie sie sich präsentiert, lässt allerdings die Hoffnung zu, dass wir im dritten Jahr NRW-Liga endlich über den Abstiegskampf hinaus kommen.

Der Support im Block war okay, allerdings mit einigen kleinen Verschnaufpausen ­– da geht sicherlich noch mehr, gerade im Vergleich zur vorherigen Partie gegen Duisburg. Schade ist auch weiterhin, dass der Support einzig bei uns bleibt und sich kaum andere mal dazu aufraffen können, mitzusingen.

Am kommenden Sonntag geht es gegen Aufsteiger Erkenschwick, der Name der doch mehr aussagt als Hüls, Velbert oder Bergisch-Gladbach.  Wir hoffen darauf, dass der Block ähnlich gut motiviert ist wie gegen die kleinen Zebras.

Also auf geht’s, zusammen in bessere Zeiten!!



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