Die Aufstiegsplätze dicht vor Augen reisten wir nicht ohne eine gewisse Erwartungshaltung nach Bonn. Bonn? Ja, im dritten Jahr NRW-Liga spielen wir im dritten Stadion auswärts gegen Dattenfeld. Nach Siegburg und Köln sollte es nun also wieder in den Sportpark Nord gehen, an den wir alles andere als gute Erinnerungen haben: Unser Gastspiel beim Bonner SC endete seinerzeit in einem 0:4-Debakel.
Gegen Windeck – um wieder zur aktuellen Saison zu kommen – hätte es genauso schlimm kommen können. Ist es aber nicht. Unser Glück war, dass Germania anscheinend wenig daran gelegen war, uns aus dem Stadion zu schießen. So verloren wir am Ende nur 0:2, waren aber in allen Belangen so dermaßen unterlegen, dass einem die letzte und die vorletzte und die Saison davor (und so weiter…) wieder hochkamen.
Unser Trainer Rudy Andrzej ließ erneut rotieren, was zur Folge hatte, dass die Mannschaft, die Erkenschwick überragend an die Wand spielte, ein völlig neues (desaströses) Gesicht bekam und nie ins Spiel fand. Hergeschenkte Punkte per excellence.
Da Rudy nicht nach Ausreden suchte („Die Fans sind Schuld“, gell Zylka?), sondern die Niederlage mit auf seine Kappe nahm, haken wir das Spiel einfach ab. In der Vergangenheit sind Rudys Spielchen häufig aufgegangen. Manchmal geht’s nun mal schief. Dass die Mannschaft nach dem Spiel allerdings ohne Blick zum Block in die Kabine verschwand, ist eine andere Geschichte und passt überhaupt nicht zu den Ankündigungen vor der Saison.
Der Support – unterstützt von über einem Dutzend Koblenzer – war das Spiel über sehr gut. Besonders die ersten zehn Minuten haben richtig geknallt, aber auch danach konnten wir durchgehend eine überzeugende Lautstärke erreichen. Es geht also auch, wenn die Mannschaft nicht so stark spielt wie gegen Duisburg.
Am Ende waren von den knapp 600 Zuschauern mehr als die Hälfte aus Siegen. Dass unser Team gerne vor vollen Rängen enttäuscht, dürfte mittlerweile als Tradition durchgehen. Dennoch hoffen wir für das Spiel in Aachen auf knapp 100 Siegener.
Für unsere SV’ler war das Spiel in Bonn ähnlich angenehmen wie das in Essen (mal von den Ergebnissen abgesehen…). Kein Ärger mit Team Green, entspannte Ordner und ein Blick auf’s Spielfeld. Kompliment an die Organisatoren, so macht das Spaß!
Also auf nach Aachen! Sechs Punkte aus den nächsten beiden Spielen und wir greifen wieder an!








